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Von politik - Geschrieben am 01.03.2009, 13:15

Zwei Verkäuferinnen werden wegen Mini-Beträgen entlassen. Ein Arzt, der Kunstfehler begangen hat, kann mit einer Millionen-Abfindung rechnen. Ist das alles noch gerecht? Waren die Urteile richtig? Oder ist es nicht so, dass das Vertrauen des Arbeitgebers beschädigt war - und es eben egal ist, ob eine Verkäuferin 1,30 Euro oder 13000 Euro stiehlt?
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Kommentare (34)

Geschrieben von
reuig
am 01.03.2009
um 14:28 Uhr

Als kfm. Azubi habe ich auch schon einen Kugelschreiber mit ins Lager genommen und versehentlich in der Jackentasche liegen lassen.
Die Verwandschaft hatte das als freundliches Werbegeschenk angesehen und keine erzieherischen Maßnahmen wegen Diebstahles ergriffen.

Im ehem. Baugroßhandel wurde fast alles unbar über Lieferscheine abgewickelt und bis zu einem geringen Fehlbetrag wortlos für jedermann ohne Nachforschungen ausgeglichen. Ein paar DM zu wenig, ein paar zu viel gleichen sich als Rundungs-Differenzen aus und wenn die 10 DM erreicht wurde, mußte die “Kaffee-Kasse” dran glauben.

Allerdings hatte der Inhaber beste Kenntnisse von den übermenschlichen Personal-Anforderungen, der Aufgaben-Hektik und der Vielseitigkeit des Personals, so daß man eher wegen einer 30 minütigen Fehlersuche mir vorherigem Donnerwetter gekündigt worden wäre.
Tschuldigung, Abzubis sind ziemlich unkündbar.

Geschrieben von
Der Reiche
am 01.03.2009
um 17:00 Uhr

Endlich wird diesen Loherschleichern und Arbeitsverweigerer mal Beine gemacht. Ist doch bekannt das das alles Betrüger sind die Versuchen den Chef zu betrügen. Das hat man vom Demokratischen System, jeder meint er könne machen was er wolle. Wird Zeit das Schäuble mal aufräumt und diese “Lohnerschschleicherschutzsystem” namens Arbeitsrecht weg kommt.

Die Gewinn bleibe hier in Luxenburg!

ein Reicher

Geschrieben von
Adele
am 01.03.2009
um 18:33 Uhr

Selbständigkeit - einfach die beste Form, sein Geld zu verdienen.
Wieso soll man sich mit den Launen, Macken, usw. anderer auseinandersetzen?
Man ist im zwar seines “eigenen Glückes Schmied”, aber man badet auch nicht den Mist anderer aus, sondern nur das selbst Verbockte.
Sofern man klein bleiben will, hält sich auch der bürokratische Aufwand in Grenzen.
Ab einer gewissen Grösse wird es anstrengend, vielleicht sogar überfordernd.

Geschrieben von
Schneemann
am 01.03.2009
um 18:52 Uhr

Wie kann man nur so blauäugig in heutigen Zeiten eine “kleine” Selbständigkeit empfehlen ?

Was ist
- bei langer Krankheit ?
- Konventionalstrafen bei (evtl. nicht selbst verschuldeten) Vertragsverletzungen ?
- bei stagnierender / sinkender Auftragslage ? Z.B. auch saisonal bedingt ?
- bei Frauen: Schwangerschaft ?

Schon mal recherchiert, wie viele Start-Ups scheitern ?
Ich kann nur den Kopf schütteln.
Aber stimmt ja, dem Staat kann man auch als Ex-Selbständiger auf der Tasche liegen.

Geschrieben von
Adele
am 01.03.2009
um 21:54 Uhr

@Schneemann

Ach stimmt ja, die Selbständigen im Gemeinde- und Kreisrat bzw. Landes- und Bundespolitik sind alles “gescheiterte Existenzen”.

Ich habe auch schon einen Hotellier (ländliche Idylle) kennengelernt, der sich vom Koch weiterentwickelt hatte, und danach nebenbei noch für ein BWL-Studium absolviert hat. Also Koch, Hotellier, Inhaber und Student in 1 Person.
Teilweise aus Neugierde, teilweise aber einfach, um seinen Tätigkeitsbereich bestmöglichst abzudecken. Da behaupte man nochmal, sog. Ossis seien träge, uninteressiert und unwissend. Etwas unsicher würde ich sogar behaupten, er hätte die Vertiefung “Kostenrechnung, Controlling, Rechnungswesen” gewählt.

Ist Schneeman etwas unwissend über die Fortbildungs-Möglichkeiten?

Geschrieben von
Adele
am 01.03.2009
um 23:31 Uhr

@Schneemann - Antworten

Was ist

- bei langer Krankheit ?

# Arbeit hält jung und gesund
# privater Versicherungsschutz
# Personalentwicklung: betriebliche Aufgaben weiterführen

- Konventionalstrafen bei (evtl. nicht selbst verschuldeten) Vertragsverletzungen ?

# nur solche Aufträge annehmen, die man auch erfüllen kann.
# ein Risiko-Management-System mit Sicherheitszuschlägen einführen.
# Braucht ein Kioskbesitzer Verträge?
# Evtl. Verträge von Rechtsanwalt prüfen bzw. aufsetzen lassen.

- bei stagnierender / sinkender Auftragslage ? Z.B. auch saisonal bedingt ?

# sich eine Geschäftsidee aussuchen, die geringe Marktrisiken birgt
# die Fixkosten durch eine “sichere Einnahmen-Quelle” decken
# nicht nur eine Vollkosten-RG für die Kalkulation, sondern auch eine
# Deckungsbeitrags-RG für die verschiedenen Preis-Grenzwerte einführen
# Vor- und Nachkalkulationen bei großen Aufträgen durchführen

- bei Frauen: Schwangerschaft ?

# dann soll der Vater im Betrieb einspringen bzw. eigenes Personal

Schon mal recherchiert, wie viele Start-Ups scheitern ?

# nein, aber demnach gibt es genügend Leute, die noch nie etwas von
# einem Business-Plan gehört haben und wenig kaufm. Wissen haben.
# bei Darlehens- oder Förderungs-Anträgen muß aber ein solcher Plan
# vorgelegt werden, der dann geprüft wird.
# Es gibt genügend Infos im Internet zu BWL-Themen, außerdem
# Info-Material bei IHK und Handwerkskammer, Einführungs-Lehrgänge
# bei den VHS und günstige Bücher (sogar gute, die lesbar sind)
# sogar FH-/Uni-Bibliotheken leihen an Externe aus.

Aber stimmt ja, dem Staat kann man auch als Ex-Selbständiger auf der Tasche liegen.

# vielleicht kann man den HartzIV-Satz als “worst case” doch leichter als
# gedacht mit kreativem Denken überschreiten
# wie an einem Pharma-Konzern im Bodensee-Raum gesehen, schützt
# selbst ein Experten-Dasein nicht vor Arbeitslosigkeit; damals wurden
# Betriebsgründungen der Entlassenen als Lösungsansatz angesehen
# der Gedanken der ICH-AG ist m.E. besser als HartzIV selbst, auch
# weil laut TV der “Kunde” bei der Arbeitsagentur wenig “königlich”
# angesehen wird.
# vielleicht gerade, weil man den Staatshaushalt schonen möchte und
# etwas sentimental veranlagt ist.

Ende des Brainstormings. Danke fürs Lesen.

Geschrieben von
Geschäftsidee
am 02.03.2009
um 0:31 Uhr

Ein Handbuch über Rechtsfragen über Kündigungsgründe inkl. Forsetzungs-Lieferungen schreiben (unter spezieller Berücksichtigung der laufenden Rechtssprechung).
Also wirklich ein Lebenswerk, das für jeden Unternehmer und Beschäftigten ein absolutes MUSS ist.

Themen-Schwerpunkt:
die Abgrenzung bzw. Vermischung des privaten mit dem beruflichen Bereich (Telefon, Internet u.v.m.)

Geschrieben von
Mut ist gefragt
am 02.03.2009
um 8:18 Uhr

@Adele: Vollkommen richtig!

Mut ist gefragt. Ich erinnere mich, daß bei einer Fortbildungsveranstaltung bei der IHK einer reingelatscht kam und dem Dozenten gesagt hat, er sei vom Arbeitsamt geschickt worden und “soll sich jetzt selbständig machen”.

Also wer wirklich selbständig sein will, muß dazu nicht erst überredet werden. Die beste Voraussetzung ist der Wille zur Selbständigkeit. Auch wenn es hart ist und die erste Zeit kein Zuckerschlecken ist und vor allem, wenn man scheitert. Aber dann gilt: Aufstehen und nochmal ran!

Zugegeben, nicht jeder kann sich selbständig machen. Aber zumindest prüfen kann man doch die Möglichkeit ohne erst mal alles schwarz zu malen. Vor allem mal mit anderen Leten sprechen, vielleicht ergeben sich ja Möglichkeiten, an die man selber alleine nie gedacht hätte.

Also: Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern was machen!

Offtopic, aber höchst interessant und regt zum Nachdenken an:
http://www.videogold.de/vortrag-crashkurs-geld-und-recht-andreas-clauss/

(Ton wird nach 1:49 Minuten besser!)

Geschrieben von
Adele
am 02.03.2009
um 9:19 Uhr

Ich möchte das nicht als “naiven Lösungsvorschlag” verstanden haben.

Aber durch Arbeits- und Sozialreformen nähern sich Risiken von Unternehmern und Beschäftigten stark aneinander an.

Bei meiner Berufswahl habe ich vor zig Jahren meine Interessen angesehen und mit Berufsbildern verglichen, die Branchenlage abgeschätzt und meine Leistungsfähigkeit inkl. stiller Reserven beurteilt.

Heute sollte man sich überlegen, was für andere Engpaßfaktoren es gibt, die man nicht beeinflussen kann, um zu scheitern. Und Arbeitslosigkeit kann u.U. der “Anfang vom Ende” sein.

Es kommt wohl auch darauf an, wie man das Betriebsklima zu Fairness und verantwortungsbewußten Management-Entscheidungen einschätzt.

Nur mit zerrissenen Nerven herumzusitzen und abzuwarten, wann der nächste Börsenkurs durch “Restrukturierung” erhöht werden soll, wäre mir zu aufreibend. Nicht jeder hat die gleiche psychische und medizinische Verfassung.
Da gehe ich lieber doch zu den Technischen Betrieben in KN, um Fahrrad zu fahren und Straßen zu kehren.
Oder doch einen Kleinbetrieb zu gründen (max. 3-5 Personen)?

Für alle gesellschaftlichen Themen der Sündenbock !!! Nein danke !!!

Geschrieben von
Erbsenzähler
am 02.03.2009
um 10:58 Uhr

Ich seh da schon noch einen Unterschied ob ich eine kleine Klitsche ohne Startkapital gründe, die gerade eine Person tragen soll oder als Familienvater mehrere Personen versorgen muss.
Wenn ersteres pleite geht => PG
zweiteres => da geht es um die pure Existenz.
Adeles naives Geschwätz freut sicher die ARGE, wenn mal wieder ein haufen Arbeitslose direkt in die Insolvenz starten wollen. Es wäre wesentlich sinnvoller, in eine vernünftige Ausbildung zu investieren.

(Ich habe schon Tragödien im Baubereich gesehen, bei denen kleine Firmen schuldlos pleite gegangen sind. Diese Ex-Selbstständigen werden ihre Schulden nie wieder los, es sei denn durch privatinsolvenz. Aber dafür mussten sie sich sicher NIE mit Auftraggebern herumärgern, die ihnen nicht gefallen haben, bestimmt NIE….)

Geschrieben von
@adele
am 02.03.2009
um 14:00 Uhr

“# Arbeit hält jung und gesund” - Zitat von Adele
Diesen geschmackvollen Satz sollten Sie mal einem Schlag-/Herzanfallpatienten vortragen. Pfui deibel.

@erbsenzähler:
adele hat wohl genau so eine Ein-Person-Klitsche und hält 1000 EUR netto für den ultimativen Beweis WIE TOLL und EINFACH Selbstständigkeit doch ist.
Schade dass manche Menschen nicht reflektieren können.

Geschrieben von
Maja
am 02.03.2009
um 18:05 Uhr

Die schlaue Idee dass eine “kleine” Selbstständigkeit der Weg aus der Krise ist, hatte schon mal einer und nannte das Projekt ICH AG.
Was daraus wurde ist ja bekannt… Spitzenplan :-)

Geschrieben von
Adele
am 02.03.2009
um 18:15 Uhr

Vielleicht war die Zielgruppe eine andere: Schüler und Studenten, die sich vielleicht einige Minuten Freizeit gönnen, um über das “Wieso und Warum”, über “Realität und Träume” und “was man aus seinem erworbenen Wissen alles machen könnte” nachzudenken.
Einfach kurz nachdenken, bewerten und eine eigene Linie finden.
In einem gewissen Alter hat man evtl. noch größere Frei- und Gestaltungs-Spielräume und vermeidet evtl. spätere Zickzack- und andere Irrwege.

Ansonsten schäme ich mich schon, auf einen provokanten Beitrag launisch geantwortet zu haben.
Man muß nicht alles ernst nehmen, auch andere Leute nicht.
Wenn man keinen Rechtschutz hat, schont das Geldbeutel und überlastete Gerichte. Außerdem gilt man als friedfertiger Mensch.

Geschrieben von
R. Lembke
am 02.03.2009
um 22:44 Uhr

@ Maja - Berufe raten?

Gehe ich richtig in der Annahme, daß der werte Erfinder von HartzIV gemeint ist, der später selbst arbeitslos geworden ist und vom Arbeitsamt zurückgewiesen wurde, weil er zuviel Vermögen besitzt ?

Geschrieben von
Geschäftsidee 2
am 03.03.2009
um 8:51 Uhr

“Wie würden Sie entscheiden?”

TV-Sendungen wie Richter Hold und Richterin Kallwaß sind vielen Leuten mehr oder weniger bekannt. Es wird ein Fall skizziert und dann werden nach und nach die Details und Umstände entblättert, bis das Gerichtsurteil verkündet und begründet wird.

Auch bei suedblog.de und suedkurier.de werden immer wieder reale Fälle zur Diskussion gestellt. Das reale Gerichtsurteil als Ausgangspunkt aber vorgegeben und eine stark moralisierende Ebene angesprochen.

Die Idee

Man kann sich ja mit einem unterbeschäftigten Juristen zusammentun (”Juristen-Schwemme”) und eine Internet-Platform gründen und Fälle selbst erfinden:
Zielkonflikte und Überforderungen (inkl. daraus folgende Probleme) gibt es in der Höchstleistungs-Gesellschaft viele.
Wenn man diese Fälle als persönliche Fragestellung formuliert, würde aus unbeteiligtem Zusehen eine aktives Problem-Bewußtsein,
— wie man sich in einer Situation entscheiden würde oder
— was man in den Vordergrund rücken würde oder
— was man alles miteinander abwägen würde.

Bsp.
Als Arbeitslose haben Sie ein Vorstellungsgespräch in einer 100 km entfernten Stadt. Sie möchten den Job unbedingt haben; auch das Arbeitsamt wird extrem nervig. Mit ihrem klapprigen Auto planen Sie als Fahrzeit 90-120 min ein. Zu spät merken Sie, daß die Flegeljugend aus der Nebenstrasse 2 ihrer Reifen zerstochen hat, aber der Nachbar hat zufällig Zeit und wechselt ihnen die Reifen.

Sie sind stark in Zeitverzug und wollen nun richtig Gas geben.
Glatteis, Regen oder andere Glätte liegen nicht vor.
Sie sind als Arbeitslose nicht alkoholisiert.
Bitte berücksichtigen Sie die neuesten stark erhöhten Bußgeld-Kataloge.

Wieviel würden Sie auf der breiten, relativ übersichtlichen Landstrasse zu schnell fahren?

Geschrieben von
Erbsenzähler
am 03.03.2009
um 10:23 Uhr

“Vielleicht war die Zielgruppe eine andere: Schüler und Studenten”

@Adele: ja genau diese Zielgruppe erstellt natürlich umfassend weitblickende Businesspläne und wuppt eine Selbstständigkeit wie nichts.
Man studiert ja auch nicht um gar eine Führungsposition zu erreichen, sondern um in einer kleinen Klitsche seinen romantischen Vorstellungen von “eigener Herr” sein nachzugehen.

Merkst du eigentlich noch was du da für einen Blödsinn erzählst ????

Geschrieben von
Wiesengrün
am 03.03.2009
um 10:55 Uhr

@ Erbsenzähler: Warum regst Du Dich eigentlich so auf?

Geschrieben von
Erbsenzähler
am 03.03.2009
um 10:59 Uhr

Ich rege mich nicht auf - ich stelle einiges klar.
Man sollte keinen Stumpfsinn in die Welt zu setzen wenn man keine Ahnung von der Materie hat.

Geschrieben von
Wiesengrün
am 03.03.2009
um 11:10 Uhr

@ Erbsenzähler: Dein Tonfall gegenüber Adele liess etwas zu wünschen übrigen. Sei höflich, beschimpfe niemanden. Dann kann man auch das, WAS Du sagst, ernst nehmen. Man muss niemanden beschimpfen oder grob angehen, nur wenn seine Meinung einem nicht passt.

Und zum Thema:

Sicher ist es immer besser, nicht als Quereinsteiger, sondern mit einer fundierten Ausbildung eine Selbstständigkeit anzufangen. Und wer nicht viele Jahre Erfahrung in dem Bereich hat, in dem er dann arbeiten möchte, hat sowieso verloren. Dass man sich vorab ausserdem zum Beispiel bei der IHK informiert - selbstredend.

Ich staune ja immer wieder über die Leute, die meinen, das ohne all dem zu schaffen zu können. Von denen gibt es leider mehr als genug. Der Markt jedoch regelt das dann meist von alleine nach spätestens einem Jahr. Denn kein Kunde trägt sein Geld zu jemandem, der nicht mehr als heisse Luft zu bieten hat.

Solche Leute gibt´s aber in schlechten Zeiten nicht mehr oder weniger als in den guten.

Geschrieben von
Erbsenzähler
am 03.03.2009
um 11:15 Uhr

@Wiesengrün:
Vor allem sollte man sich nicht in anderer Leute Dispute einmischen.
Das sollte man nach vielen Jahren Erfahrung wissen.
Adele kann sicher für sich selbst sprechen. (Wenn es auch besser wäre, sie würde es lassen.)
Immerhin hast du eine gesunde Einstellung gegenüber der These “Nichts Besseres als Selbstständigkeit”.

Geschrieben von
Geschäftsidee 3
am 03.03.2009
um 11:18 Uhr

Campingplatz in (überteuerten) Wohnungsnot-Gebieten, für Dauer-Camper, Studenten, u.v.m.

Eigentlich wollte ich mich nur im Internet über “Billigst-Urlaub mit Wohnmobil” informieren.
Der Gedanke: eine Gruppe finanziert gemeinsam ein günstiges gebrauchtes Wohnmobil zur gemeinsamen Nutzung (ähnlich Jobsharing) mit Termin-Absprachen und Kosten-Teilung.
Gibt es gebraucht und neu sogar für “Normal-Verdiener” zu erschwinglichen Preisen (ohne Gruppen-Finanzierung).

Dabei bin ich auf Mobilheime gestoßen: zuerst wußte ich nicht, was gemeint ist. Dann entdeckte ich, daß keine Fertighäuser, sondern Häuschen an Seen (z.B. Nord-/Ostsee) gemeint sind (bis 4×10 m Grundfläche) und auf Tieflader befördert werden.
Gibt es auch im niedrigen 5stelligen Euro-Preis und entspricht eher Luxus-Camping.

Es gibt genügend Zielgruppen für Campingplätze, die zusätzlich solche “Mietwohnungen” anbieten würden, was in Skandinavien in ähnlicher Form Standard ist.

Beispiele:
— Studenten in Wohnungsnot
— Beschäftigte während der Probezeit
— allgemeine Wohnungsnot
— Führungspersonal bei Großbaustellen, die sich etwas Luxus anstelle Baucontainer leisten möchten
— vom sozialen Wohnungsbau frustrierte Mitmenschen
— und natürlich Tages-Touristen, die einmal nicht ihr Zelt aufstellen, sondern sich bequem zurückfallen lassen wollen
— wenn jemand ganz kurzfristig beim Ehepartner ausziehen möchte (selbstgewähltes Hausverbot)
— und so weiter

Nachteil
— Finanzbedarf für Grundstück und Mobilheime
Vorteil
— die Marktanalyse sollte machbar sein und mit plausiblen Zahlen bei Kreditgesprächen zum Erfolg führen:

z.B.
Fluktuations-Verhalten bzw. Arbeitsmarkt-Analyse der Region

Wohnungsmarkt bzw. -Nachfrage/-Not (nach Einkommen gestaffelt)

Bewertung als Tourismusregion oder Ballungsgebiet mit Erholungsgebiet für Großstädter (Freizeit-Gewohnheiten)

usw.

Eigentlich relativ sicher kalkulierbar mit durchschnittlichen Zahlen mit eher kleiner Abweichungsspanne (sofern die ganze Region nicht plötzlich ein Notstandsgebiet wird).

Geschrieben von
Adele
am 03.03.2009
um 11:23 Uhr

@ Wiesengrün
Danke, aber nur manchmal launisch und frustriert, ansonsten bestens im Wegstecken.
Und verbal - sowieso locker, leicht und fröhlich.

Geschrieben von
Erbsenzähler
am 03.03.2009
um 11:25 Uhr

Spitzenidee. Speziell in “überteuerten Wohnungsnot-Gebieten” ist immer noch ganz viel Platz für einen Campingplatz.
Die Idee könnte von Adele sein.

Geschrieben von
G.R.
am 03.03.2009
um 14:07 Uhr

Querulanten und Miesepeter trifft man öfters an in solchen Blogs, einfach nicht darauf eingehen.

Die Geschichte der Verkäuferinnen kann man schlecht beurteilen, in einem Fall war es wohl der letzte Tropfen der das Faß zum überlaufen brachte, zudem soll sie versucht haben, die Schuld anderen in die Schuhe zu schieben. Obwohl es hier nur um minimale Beträge geht ist ein solches Verhalten nicht zu akzeptieren. Es ist sicherlich wahr, daß gerade in Discountern mit den Mitarbeitern zum Teil rücksichtslos umgegangen wird - hire and fire. Trotzdem sollte jeder Fall für sich betrachtet werden.

Und jetzt die Geschichte mit dem Arzt, er hat wohl nur deshalb eine Abfindung bekommen weil er Beamtenstatus hatte und damit unkündbar war. Die Alternative wäre gewesen, ihm noch jahrzehntelang ein Gehalt von ca 6000€ monatlich zu überweisen. Das wäre teurer gekommen.
Doch warum ist ein Arzt Beamter??? Man stelle sich vor, ein Kfz-Mechaniker pfuscht jahrelang rum, da er aber Beamter ist kann er nicht gekündigt werden - das würde niemand verstehen.
Bevor sich jetzt entrüstete Mediziner melden : Manch Kfz-Mechaniker geht sorgfältiger mit seinen Autos um als Ärzte mit ihren Patienten.

Wenn man in diesem Fall einen Schuldigen sucht dann sollte man bei denen ansetzen die solch unsinnige Verträge anbieten, ohne aber die Konsequenzen zu bedenken, Verantwortung will ja in diesen Regionen eh keiner übernehmen.
Das Verhalten des Arztes - trotz schwerer Fehler auf die ihm vertraglich zustehenden Gelder zu bestehen - überrascht eigentlich nicht. Wer während seiner Dienstzeit ein charakterloser Lump ist wird es auch später sein.

Dieser Fall macht mich wütend.

Geschrieben von
31124
am 03.03.2009
um 16:06 Uhr

@GR

Verkäuferin

Mir ist unklar geworden, ob was eigentlich als Straftat angeklagt worden ist: der Betrag von ca. 2 Euro oder ein bestimmter Lebensabschnitt bzw. die ganze Persönlichkeit im bisherigen Arbeitsverhältnis. Die vorherigen Vorfälle waren, wie man sieht, für eine Kündigung zu geringfügig.
Ob man das einfach aufaddieren kann zu einer großen Straftat und mit “fristlos” statt mit “Abmahnung” bewerten sollte? Wenn man die Kurzfassung des Falles liest, erschrickt man schon und bewegt sich viel vorsichtiger aus dem Haus.

Uni-KH + Beamte

Unter dem Begriff “Uni-Krankenhaus” kann ich mir wenig vorstellen. Unklar ist auch der Bedarf von Beamten in diesem KH-Bereich. Wenn vor länger Zeit über Qualitäts-Management in Hochschulen gesprochen worden ist, was sich im Entgelt bemerkbar machen soll, hätte ich vermutet, daß man Beamte bei groben schuldhaften Vergehen vom “Hörsaal in die Mensa-Küche” (provokativ überspitzt) versetzen kann.
Sicherlich könnte man die Anforderungen von Grund- zu Hauptstudium bzw. zu den Vertiefungsrichtung im Hauptstudium etwas differenziert ansehen. Diese starren Strukturen am Uni-KH überraschen etwas.

Geschrieben von
Diffuses Gefasel hier
am 03.03.2009
um 16:37 Uhr

Hier werden doch nur noch diffuse Klischees bedient. Die Empörung über “die da oben” ist hier fehl am Platz. Nur, um mal klarzustellen:

@31124:

Strafrecht und Arbeitsrecht sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. STRAFRECHTLICH wurde diese Frau nicht belangt. Sie wurde nicht einmal wegen Diebstahl angeklagt.

ARBEITRECHTLICH sieht das anders aus: Dort gibt es keine Bagatellgrenze oder Geringfügigkeit. Es reicht bereits ein nachvollziehbarer Verdacht aus. Im Arbeitsrecht geht es schließlich um das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Angestellten.

Und nochmal: Derartige Kündigungsfälle finden zu Hunderten statt, wobei man sich immer über eine angebliche Nichtgkeit entrüsten kann.

Aber nur ein Beispiel: Angenommen Sie beschäftigen eine Putzfrau. Jetzt merken Sie, daß diese Putzfrau sich in Ihrer Abwesenheit an Ihrem Kühlschrank bedient. Jetzt mag es bestimmt generöse Menschen geben, die sich gemeinsam mit der Putzfrau auf den Diskutierteppich hocken und bei einer Tasse Tee die Geschichte aus der Welt schaffen. Die meisten allerdings würden das als Vertrauensbruch empfinden. Denn wer heimlich den Kühlschrank plündert, schnüffelt vielleicht auch heimlich in der Wäsche oder telefoniert oder tut sonst was in Ihrer Abwesenheit. Daher gibt es nur eine Konsequenz: Rausschmeißen.

Geschrieben von
Schneemann
am 03.03.2009
um 21:41 Uhr

@G.R.
Da muss er erstmal bei ElGuck nachschlagen…

Geschrieben von
Knobi-Fan
am 03.03.2009
um 22:03 Uhr

Sag mal, Schneemann, Dir ist wohl wieder langweilig, nachdem Dein letzter Blog Geschichte ist?

Geschrieben von
Erbsenzähler
am 04.03.2009
um 11:28 Uhr

Nun, so mancher Kommentierer könnte seine Zeit sinnvoller mit ehrenamtlichen Tätigkeiten (Liste gibt es beim Bürgerbüro) verbringen als hier im Südblog immer wieder “aufzumischen”.
Aber so ist es halt, wenn man nix zu tun hat. Gelle?

Geschrieben von
Detlev K.
am 04.03.2009
um 11:38 Uhr

@ Althaus-Fall — http://steiermark.orf.at/stories/346232/

Wenn man über Strafmaß am Stammtisch reden möchte, ist der Link nützlich: eher eine Teilzahlung mit einem “großzügigen” Angebot bei einer außergerichtlichen Einigung oder eine privatrechtliche Fortsetzung.

Wenn man über die kurze Frist liest, könnte man sagen “ungewöhnlich, aber machbar”: die Fakten ergaben ein Gesamtbild, das vom Gericht zu bewerten war.
Eine mehrwöchige Begleitung durch Medien-Öffentlichkeit muß nicht die Qualität der Rechtssprechung erhöhen.

Bei einigen Medien-Kommentaren im Internet zum Wahlkampf habe ich den Kopf geschüttelt:
im Osten sind die Probleme etwas anders; nicht “kämpferische”, sondern eher “umsichtige, langfristig erfolgreiche” Politik sind gefragt.
Gräben werden weniger gezogen, sondern inhaltliche Abgrenzungen; wobei ich mich nur an einen Landes-Wahlkampf in S-Anhalt erinnern kann.
Ich beschäftige mich auch mit IT-Technologien, wei ichl mir bewußt bin, daß im Alter die körperlichen Kräfte nachlassen und geistige Fähigkeiten sich trainieren lassen; sicherlich nützlich für einen Zuverdienst bei der Rente.
Immer diese “alles oder nichts”-Mentalität und das “Kämpferische im Leben”; Nachdenken macht mehr Spaß, besonders in der IT, wo es nur 1 und 0 gibt.

Geschrieben von
G.R.
am 07.03.2009
um 12:39 Uhr

Ein neuer Fall der zeigt wie “die da oben” sich auf unverschämte Art und Weise bereichern wollen ist die Klage des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Hypo Real Estate, Funke.

Unter seiner Verantwortung wurde die Bank an die Wand gefahren und wurde bzw. wird immer noch mit Milliarden aus der Steuerkasse am Leben gehalten.

Folgerichtig wurde er entlassen, wer aber denkt daß er nun auch zur Rechenschaft gezogen wird, der irrt. Der gute Mann besitzt sogar die Dreistigkeit und fordert noch 3.5 Millionen €, da sein bis 2013 laufender Arbeitsvertrag vorzeitig gekündigt wurde….

Vielleicht ein Kommentar dazu von dem Herrn der so prahlerisch Putzfrauen rausschmeißt?

Geschrieben von
Richtigstellung
am 10.03.2009
um 10:58 Uhr

@zu “reuig - 2009-03-01 14:28:11″

Da heute beim SK Konstanz in einem Artikel über Finanzamt, Steuerhinterziehung, Ausfuhr ins Nicht-EU-Land CH berichtet wird, noch einige Zusätze:

es ist bekannt, daß die Kasse absolut stimmen sollte und man “erheblichen Ärger” mit der Steuerprüfung bekommt.

der Betrieb existiert seit zig Jahren nicht mehr; der Werdegang des CH-Betriebes, an dem überwiegend exportiert wurde, ist unbekannt.

etwa 99% der Umsätze (deutlich über 90%) wurden gegen Rechnung an Unternehmer, sehr wenige Privatleute und überwiegend Export in die CH unbar abgerechnet.

demzufolge wurde Fälle bar abgerechnet, wenn jemand 1 Sack Zement oder ein paar Ziegelsteine fürs Studentenregal brauchten.

kleinere Differenzen beim Geldzählen konnten nur vorkommen, wenn man das Gefühl hatte, daß der Mensch doch 10 Arme und 10 Beine und der Tag 30 Stunden haben sollte.

Für die 10 Euro evtl. Steuerschuld vor ca. 20 Jahren soltle die “Verjährung” großzügig angewendet werden. Es war keine üble Nachrede beabsichtigt.

Geschrieben von

[...] » Wo bleibt da die Gerechtigkeit? politik.suedblog.de [...]

Geschrieben von
Christian Alexander Tietgen
am 04.01.2011
um 0:40 Uhr

Sowas nennt man Rechtsbeugung. Oder: “Wer hat den besten Anwalt?”

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